Glasbrunnen

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Da sich noch heute viele BernerInnen Wasser aus dem Bremgartenwald holen und es zur Pflege für kranke Pflanzen oder sich selbst verwenden, stellt sich die Frage, warum das Glasbrunnenwasser besser sein soll als „normales“ Wasser. Laut der Stadtbernerin Yvonne Hänni ist das Wasser natürlich und lebendig, weil es nicht wie Hahnenwasser kilometerweit durch Leitungen geflossen ist, sondern durch Gestein hindurch, welches das Wasser energetisiert habe. Etwas nüchterner sieht es Erhard Walter, Stellvertreter des Berner Kantonchemikers: „Chemisch ist das Glasbrunnenwasser etwas anders zusammengesetzt als das Berner Hahnenwasser. Aber die Unterschiede sind so gering, dass es keinen Einfluss auf die Qualität hat.“ Trotzdem können KennerInnen das Wasser am Geschmack unterscheiden, was ein Blindversuch vom Jahr 2006 beweist. Dabei tranken drei Personen nebst dem Wasser des Glasbrunnens Evian-Mineralwasser und normales Hahnenwasser. Alle drei Personen tippten bei der Bestimmung des Glasbrunnenwassers auf Anhieb auf den richtigen Becher. Der Unterschied beruht darauf, dass das Stadtberner Leitungswasser filtriert, chloriert und mit Ozon behandelt ist, das Glasbrunnenwasser hingegen völlig unbehandelt und quellfrisch aus dem Brunnen sprudelt.