ScheiternErfahrungen: Unterschied zwischen den Versionen

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(Eigene Erfahrungen mit unglücklicher Dissoziation)
 
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'''Scheitern durch Herdendenken, Unwilligkeit zu Kleingruppen'''
 
'''Scheitern durch Herdendenken, Unwilligkeit zu Kleingruppen'''
Folgend schlug ich vor, sich in Kleingruppen abzusetzen, wenn man sich nicht in die Quere kommen will. Das war für diesen Zusammenhang damals noch unbekannt und schien nicht praktikabel. Die meisten machten einen Unbeweglichen Eindruck, als ob in 3er- bis 10er-Gruppen immer in der anderen Gruppe das spannende abging, und man selbst es nicht schafft, sich kurz mal für einen Themenstrang mit interessierten zu dissoziieren. Die von einer Person als bedrohlich empfundene Person wich dem Gruppendruck und entfernte sich zur eigenen und anderer Leute Enttäuschung vom Workshop. Es folgte eine meist langweilige Assoziation in der großen Gruppe.
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Folgend schlug ich vor, sich in Kleingruppen abzusetzen, wenn man sich nicht in die Quere kommen will. Das war für diesen Zusammenhang damals noch unbekannt und schien nicht praktikabel. Die meisten machten einen unbeweglichen Eindruck, als ob in 3er- bis 10er-Gruppen immer in der anderen Gruppe das spannende abging, und man selbst es nicht schafft, sich kurz mal für einen Themenstrang mit interessierten zu dissoziieren. Die von einer Person als bedrohlich empfundene Person wich dem Gruppendruck und entfernte sich zur eigenen und anderer Leute Enttäuschung vom Workshop. Es folgte eine meist langweilige Assoziation in der großen Gruppe.
 
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'''Scheitern von Kooperation durch Gebrauch von Macht durch Bekanntheit und Sympathie in der Gruppe'''
 
'''Scheitern von Kooperation durch Gebrauch von Macht durch Bekanntheit und Sympathie in der Gruppe'''
Vor die machtvolle Entscheidung gestellt, sie selbst oder die andere Person müsse den Workshop verlassen, ergriffen einzelne eher die Partei der ultimatumsetzenden gruppenbekannten Person. Vielleicht war ihr ihre Macht nicht bewußt, dass sie nicht gehengelassen wird; dass eher die gruppenfremde Person das Feld räumen muss. Während des Konfliktes fiel dies niemand auf und es wurde auch nicht geäußert. Erst in der Nachbesprechung wurde dieses Kriterium herausgearbeitet.  
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Vor die machtvolle Entscheidung gestellt, sie selbst oder die andere Person müsse den Workshop verlassen, ergriffen einzelne eher die Partei der ultimatumsetzenden gruppenbekannten Person. Vielleicht war ihr ihre Macht nicht bewußt, dass sie nicht gehengelassen wird; dass eher auf die gruppenfremde Person Druck ausgeübt werden wird. Während des Konfliktes fiel dies niemand auf und es wurde auch nicht geäußert. Erst in der Nachbesprechung wurde dieses Kriterium herausgearbeitet.  
 
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'''Scheitern von Kooperation durch Unkenntnis der eigenen Irritation'''
 
'''Scheitern von Kooperation durch Unkenntnis der eigenen Irritation'''
Während des Workshops war ich über diesen Vorgang offensichtlich saurer als ich ahnte. In Diskussionen argumentierte ich schärfer und unfreundlicher gegen die von mir im Nachhinein als ausgrenzend bezeichneten Person; was diese danach mit einem Bruch und Kommunikationsstopp quittierte. Mir war nicht wirklich klar, weshalb ich mich so scharf gegenüber dieser Person verhalten habe. Zuerst rationalisierte ich es mit 'notwendiger Klarheit', 'der Sache angemessener Reichweite'. Erst lange später gestand ich mir ein, dass ich meinen Ärger damals noch gar nicht fassen konnte und keine Worte dafür fand. Folglich habe ich der Person gegenüber auch nicht begreiflich machen können, es nicht ausgesprochen. Was den Ärger oft lindert.
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Während des Workshops war ich über diesen Vorgang offensichtlich saurer als ich ahnte. In Diskussionen argumentierte ich schärfer und unfreundlicher gegen die von mir im Nachhinein als ausgrenzend bezeichneten Person; was diese danach mit einem Bruch und Kommunikationsstopp quittierte. Mir war nicht wirklich klar, weshalb ich mich so scharf gegenüber dieser Person verhalten habe. Zuerst rationalisierte ich es mit 'notwendiger Klarheit', 'der Sache angemessener Reichweite'. Erst lange später gestand ich mir ein, dass ich meinen Ärger damals noch gar nicht fassen konnte und keine Worte dafür fand. Folglich habe ich es der Person gegenüber auch nicht begreiflich machen können, es nicht ausgesprochen. Was den Ärger oft lindert.
 
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'''Scheitern durch Nichtaussprechen von Ärger'''
 
'''Scheitern durch Nichtaussprechen von Ärger'''
 
In einem Plenum wurde schlecht über eine nichtanwesende Person gesprochen, ohne eine klare Kritik zu formulieren und diese ihr zukommen zu lassen. Meinen Ärger darüber habe ich nicht ausgesprochen und bin seitdem nur noch einmal zu diesem Plenum gegangen. Ich habe selbst genau das gescheut, was ich unausgesprochen einforderte.
 
In einem Plenum wurde schlecht über eine nichtanwesende Person gesprochen, ohne eine klare Kritik zu formulieren und diese ihr zukommen zu lassen. Meinen Ärger darüber habe ich nicht ausgesprochen und bin seitdem nur noch einmal zu diesem Plenum gegangen. Ich habe selbst genau das gescheut, was ich unausgesprochen einforderte.

Version vom 4. April 2006, 10:59 Uhr

Unten kannst Du Deine Erfahrungen mit Scheitern anfügen. Dazu gehören vor allem Scheitern von Kooperation und Scheitern an selbstgesteckten Zielen. Gerne auch Mitschrift und/oder (persönliche) Auswertung des Workshops.


Scheitern durch Angst vor Veröffentlichung Bei einem Workshop mit 20 Leuten nahm jemand Teil, der vor einiger Zeit ein Problem mit einer relativ bekannten Person mit Namensnennung im Netz kommentierte. Eine zweite Person mißverstand dies, dass jener auch Leute, die nicht im öffentlichen Leben stehen, genauso mit Namen veröffentlicht, falls sie selbst etwas konfliktträchtiges beitragen würde. Aus Angst vor Veröffentlichung im Internet verweigerte die Person die Kooperation im Workshop und stellte zur Wahl, entweder sie selbst oder die andere Person müsse den Workshop verlassen. Ohne Alternative.
Scheitern durch Herdendenken, Unwilligkeit zu Kleingruppen Folgend schlug ich vor, sich in Kleingruppen abzusetzen, wenn man sich nicht in die Quere kommen will. Das war für diesen Zusammenhang damals noch unbekannt und schien nicht praktikabel. Die meisten machten einen unbeweglichen Eindruck, als ob in 3er- bis 10er-Gruppen immer in der anderen Gruppe das spannende abging, und man selbst es nicht schafft, sich kurz mal für einen Themenstrang mit interessierten zu dissoziieren. Die von einer Person als bedrohlich empfundene Person wich dem Gruppendruck und entfernte sich zur eigenen und anderer Leute Enttäuschung vom Workshop. Es folgte eine meist langweilige Assoziation in der großen Gruppe.
Scheitern von Kooperation durch Gebrauch von Macht durch Bekanntheit und Sympathie in der Gruppe Vor die machtvolle Entscheidung gestellt, sie selbst oder die andere Person müsse den Workshop verlassen, ergriffen einzelne eher die Partei der ultimatumsetzenden gruppenbekannten Person. Vielleicht war ihr ihre Macht nicht bewußt, dass sie nicht gehengelassen wird; dass eher auf die gruppenfremde Person Druck ausgeübt werden wird. Während des Konfliktes fiel dies niemand auf und es wurde auch nicht geäußert. Erst in der Nachbesprechung wurde dieses Kriterium herausgearbeitet.
Scheitern von Kooperation durch Unkenntnis der eigenen Irritation Während des Workshops war ich über diesen Vorgang offensichtlich saurer als ich ahnte. In Diskussionen argumentierte ich schärfer und unfreundlicher gegen die von mir im Nachhinein als ausgrenzend bezeichneten Person; was diese danach mit einem Bruch und Kommunikationsstopp quittierte. Mir war nicht wirklich klar, weshalb ich mich so scharf gegenüber dieser Person verhalten habe. Zuerst rationalisierte ich es mit 'notwendiger Klarheit', 'der Sache angemessener Reichweite'. Erst lange später gestand ich mir ein, dass ich meinen Ärger damals noch gar nicht fassen konnte und keine Worte dafür fand. Folglich habe ich es der Person gegenüber auch nicht begreiflich machen können, es nicht ausgesprochen. Was den Ärger oft lindert.
Scheitern durch Nichtaussprechen von Ärger In einem Plenum wurde schlecht über eine nichtanwesende Person gesprochen, ohne eine klare Kritik zu formulieren und diese ihr zukommen zu lassen. Meinen Ärger darüber habe ich nicht ausgesprochen und bin seitdem nur noch einmal zu diesem Plenum gegangen. Ich habe selbst genau das gescheut, was ich unausgesprochen einforderte.