ScheiternErfahrungen: Unterschied zwischen den Versionen

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Beim Workshop wurde klar, daß wir da ein interessantes und wichtiges Faß aufgemacht. Leider war dann die Zeit zu knapp nach der Problemanalyse noch viele Lösungen auszutauschen. Ich hoffe jedoch, daß das dann hier weiter geht.<br/>
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Beim Workshop wurde klar, daß wir da ein interessantes und wichtiges Faß aufgemacht haben. Leider war dann die Zeit zu knapp nach der Problemanalyse noch viele Lösungen auszutauschen. Ich hoffe jedoch, daß das dann hier weiter geht.<br/>
 
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*Aufgaben & Wissen, Hierarchien entstehen
 
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*Es soll alles sofort umgesetzt werden
 
*unterschiedlich intensives Engagement --> Hierarchien & Unzufriedenheit
 
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*Arbeit und Arbeitsteilung
 
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*Gruppennarzißmus
 
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*Unnotwendigkeit von Selbstorganisation
 
*Unnotwendigkeit von Selbstorganisation
 
*Dogmatismus und Rechthaberei
 
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*Mein persönlicher Umgang mit Scheitern: In den letzten Jahren hab ich mich an den Gedanken gewöhnt, dass von zwei angefangenen Projekten immer mindestens eins scheitert. So bin ich nicht besonders enttäuscht, oder höre auf, Politik zu machen; sondern denke dann "Achja, das war also das, was scheitern sollte.".
 
*Mein persönlicher Umgang mit Scheitern: In den letzten Jahren hab ich mich an den Gedanken gewöhnt, dass von zwei angefangenen Projekten immer mindestens eins scheitert. So bin ich nicht besonders enttäuscht, oder höre auf, Politik zu machen; sondern denke dann "Achja, das war also das, was scheitern sollte.".
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*Viele Projekte reiten einfach auf der Euphoriewelle rum, bis die Realität sie eingeholt hat. In der Phase springen dann die Meisten ab und der Stress ist groß. Permakulturelle Planungsmethoden können sehr hilfreich sein, aber auch eine SWOT-Analyse (engl. [[Akronym]] für '''S'''trengths, '''W'''eaknesses, '''O'''pportunities und '''T'''hreats)
  
 
= Erfahrungen von T. aus S. =
 
= Erfahrungen von T. aus S. =

Aktuelle Version vom 26. August 2008, 10:26 Uhr

Selbstorganisation scheitert - aber woran?

Workshopergebnisse (Autoorga) (frei zum weiter bearbeiten und ergänzen):
Beim Workshop wurde klar, daß wir da ein interessantes und wichtiges Faß aufgemacht haben. Leider war dann die Zeit zu knapp nach der Problemanalyse noch viele Lösungen auszutauschen. Ich hoffe jedoch, daß das dann hier weiter geht.
gruß u.


Mögliche Ursachen des Scheiterns:

Organisation:

  • Kommunikation – einheitliche Informationswege
  • Aufgaben & Wissen, Hierarchien entstehen
  • Kommunikation: Information ungleichmäßig verteilt
  • Es soll alles sofort umgesetzt werden
  • unterschiedlich intensives Engagement --> Hierarchien & Unzufriedenheit
  • Arbeit und Arbeitsteilung
  • Entscheidungsfindung (Konsens/ Verbindlichkeit/ Dauerhaftigkeit)
  • Zeitmangel
  • hierarchische Strukturen
  • Aufgabenverteilung (selbst in Zuständigkeitsgruppen unklar)
  • Aufgabenverteilung (verschiedene Leute machen unterschiedlich viel)
  • Ziele sind unklar
  • Visionsfindung fehlt

Das Alte:

  • fehlende Bildungsbereitschaft
  • soziale Herkunft (Bildungs- und Erfahrungsunterschiede)
  • unbewußtes Agieren von Systemimperativen
  • geringe Bereitschaft zur solidarischen Finanzierung
  • Generationenwechsel

persönliche Probleme

  • Gruppennarzißmus
  • Harmoniebedürfnis
  • Beziehung zum Geld
  • Unnotwendigkeit von Selbstorganisation
  • Dogmatismus und Rechthaberei
  • zu leichter „Ausstieg“ aus dem Projekt
  • mangelnde persönliche Alternativen
  • Kinder
  • Liebesbeziehungen (in kleinen Projekten)
  • Kommunikationsverhalten
  • Drogen
  • persönliche Konflikte
  • Unkentnis der Gruppenarbeit
  • wenig Geduld und Demut
  • geringe Zuversicht
  • Lethargie
  • ungewohnt/ Angst/ ..? Verantwortung zu übernehmen
  • Vertrauen/ Wissen über eigene Fähigkeiten

Unterschiedlichkeit

  • unterschiedliche, unklare Erwartungen
  • mangelhaftes Problembewußtsein
  • ideologischer Pragmatismus
  • Fehlen der emotionalen/ menschlichen Ebene
  • Zugang zu eigenen Bedürfnissen
  • Regeln und Dogmen


  • würde gerne dem thema "drogen", bzw. deren wirkstoffe (tee, kaffee, nikotin, alkohol,etc.) etwas weniger beachtung schenken wollen

Lösungen:

  • Konkret werden
  • Pro Aktiv sein
  • Das Wichtigste zuerst
  • Mehr Zeit fürs Gegenüber, auch kleine Probleme ernst nehmen
  • (gezieltes) persönliches umeinander Kümmern & Aufeinandereingehen
  • Hintergründe aufzeigen (das Alte)
  • Kommunikation
  • lange Zeit aufeinander hocken
  • Kommunikation (mit den anderen)
  • möglichst vielfältige und effiziente Informationsverbreitung
  • Niemand ohne Funktion
  • persönliche Entwicklung (Kommunikation mit sich selbst)
  • Mein persönlicher Umgang mit Scheitern: In den letzten Jahren hab ich mich an den Gedanken gewöhnt, dass von zwei angefangenen Projekten immer mindestens eins scheitert. So bin ich nicht besonders enttäuscht, oder höre auf, Politik zu machen; sondern denke dann "Achja, das war also das, was scheitern sollte.".
  • Viele Projekte reiten einfach auf der Euphoriewelle rum, bis die Realität sie eingeholt hat. In der Phase springen dann die Meisten ab und der Stress ist groß. Permakulturelle Planungsmethoden können sehr hilfreich sein, aber auch eine SWOT-Analyse (engl. Akronym für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats)

Erfahrungen von T. aus S.

Unten kannst Du Deine Erfahrungen mit Scheitern anfügen. Dazu gehören vor allem Scheitern von Kooperation und Scheitern an selbstgesteckten Zielen. Gerne auch Mitschrift und/oder (persönliche) Auswertung des Workshops.

Scheitern durch Angst vor Veröffentlichung Bei einem Workshop mit 20 Leuten nahm jemand Teil, der vor einiger Zeit ein Problem mit einer relativ bekannten Person mit Namensnennung im Netz kommentierte. Eine zweite Person mißverstand dies, dass jener auch Leute, die nicht im öffentlichen Leben stehen, genauso mit Namen veröffentlicht, falls sie selbst etwas konfliktträchtiges beitragen würde. Aus Angst vor Veröffentlichung im Internet verweigerte die Person die Kooperation im Workshop und stellte zur Wahl, entweder sie selbst oder die andere Person müsse den Workshop verlassen. Ohne Alternative.

Scheitern durch Herdendenken, Unwilligkeit zu Kleingruppen
Folgend schlug ich vor, sich in Kleingruppen abzusetzen, wenn man sich nicht in die Quere kommen will. Das war für diesen Zusammenhang damals noch unbekannt und schien nicht praktikabel. Die meisten machten einen unbeweglichen Eindruck, als ob in 3er- bis 10er-Gruppen immer in der anderen Gruppe das spannende abging, und man selbst es nicht schafft, sich kurz mal für einen Themenstrang mit interessierten zu dissoziieren. Die von einer Person als bedrohlich empfundene Person wich dem Gruppendruck und entfernte sich zur eigenen und anderer Leute Enttäuschung vom Workshop. Es folgte eine meist langweilige Assoziation in der großen Gruppe.

Scheitern von Kooperation durch Gebrauch von Macht durch Bekanntheit und Sympathie in der Gruppe
Vor die machtvolle Entscheidung gestellt, sie selbst oder die andere Person müsse den Workshop verlassen, ergriffen einzelne eher die Partei der ultimatumsetzenden gruppenbekannten Person. Vielleicht war ihr ihre Macht nicht bewußt, dass sie nicht gehengelassen wird; dass eher auf die gruppenfremde Person Druck ausgeübt werden wird. Während des Konfliktes fiel dies niemand auf und es wurde auch nicht geäußert. Erst in der Nachbesprechung wurde dieses Kriterium herausgearbeitet.

Scheitern von Kooperation durch Unkenntnis der eigenen Irritation
Während des Workshops war ich über diesen Vorgang offensichtlich saurer als ich ahnte. In Diskussionen argumentierte ich schärfer und unfreundlicher gegen die von mir im Nachhinein als ausgrenzend bezeichneten Person; was diese danach mit einem Bruch und Kommunikationsstopp quittierte. Mir war nicht wirklich klar, weshalb ich mich so scharf gegenüber dieser Person verhalten habe. Zuerst rationalisierte ich es mit 'notwendiger Klarheit', 'der Sache angemessener Reichweite'. Erst lange später gestand ich mir ein, dass ich meinen Ärger damals noch gar nicht fassen konnte und keine Worte dafür fand. Folglich habe ich es der Person gegenüber auch nicht begreiflich machen können, es nicht ausgesprochen. Was den Ärger oft lindert.

Scheitern durch Nichtaussprechen von Ärger
In einem Plenum wurde schlecht über eine nichtanwesende Person gesprochen, ohne eine klare Kritik zu formulieren und diese ihr zukommen zu lassen. Meinen Ärger darüber habe ich nicht ausgesprochen und bin seitdem nur noch einmal zu diesem Plenum gegangen. Ich habe selbst genau das gescheut, was ich unausgesprochen einforderte.