Anti-Rauch-Manifest!

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Anti-Rauch-Manifest vom 15. April 2006

Bereits nach anderthalb Tagen Autoorganisationskongress wird es zuviel. Obwohl es sich eigentlich nur um eine Kleinigkeit handelt: Immer und überall in geschlossenen Räumen wird mensch eingeräuchert.

Auch in diesen Kreisen, in denen Selbstbestimmung und Herrschaftsfreiheit als wichtig angesehen werden, wird Rauchen nach wie vor nicht als Dominanzverhalten wahrgenommen. Dabei geht es nicht um militantes Nichtrauchen oder Raucher_innenmobbing, sondern um gegenseitige Rücksichtnahme. Eine Forderung wie "Kein Rauch in geschlossenen Räumen!" ist sicher unrealistisch und kehrt das Dominanzverhältnis um, ohne es zu beseitigen.

Deshalb:

  • Vor Beginn von Veranstaltungen und Workshops in geschlossenen Räumen bitte fragen, ob es Menschen gibt, die Zigarettenrauch als Belästigung empfinden und darauf Rücksicht nehmen. Rauchpausen im Freien einzufügen, dürfte wohl kein Problem sein und sie ermöglichen allen Beteiligten die entspannte Teilnahme an der jeweiligen Veranstaltung.
  • An Orten, die vor allem als Treffpunkt genutzt werden, wie zum Beispiel das Schnarup Thumby, sollte es mindestens einen rauchfreien Raum geben, der als solcher gekennzeichnet ist und respektiert wird. Und ganz super wäre, wenn Essen und Rauchen zwei verschiedene Tätigkeiten wären.

Eine Schwangere, ein Nichtraucher und ein Hund.




Erstmal stimme ich zu 100% dem oben Geschriebenen zu. Selbst als bei einem Workshop eine Mutter mit Säugling anwesend war, wurde auf das Tabakgequalme nicht verzichtet. Wenn schon rauchen, warum dann eigentlich nicht fair gehandelten Biotabak? Wenn ich mich schon durch Qualm belästigen lasse, dann doch bitte von Tabak, der nicht unter menschenunwürdigen Bedingungen angebaut wurde, oder irgendwelche Regenwälder dafür abgeholzt werden... Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände werden in der Regel zwar auch menschenunwürdig produziert, sind aber eher nicht vermeidbar, wenn man nen knappen Geldbeutel hat und in der Stadt wohnt.

Oder wie wärs mit selbstorganisiertem Tabak? Hat die DDR teilweise auch so gemacht, wächst auch in unseren Gefilden.

Irgendwie geht mir das auch nicht in die Birne, wie Rauchen als ein menschliches Bedürfnis angesehen werden kann. Eher ein Bedürfnis der Großindustriellen.

wie funktioniert eine selbstorganisierte Krankenkasse, wenn die hälfte der leute ihre gesundheit (und die von anderen) gezielt ruinieren?

"Erziehung ist Liebe und Vorbild, sonst nichts"

Natürlich auch ein Nichtraucher