Soziales Zentrum Bremen

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Konzept Soziales Zentrum Bremen


Initiative für ein Soziales Zentrum Bremen
Kontakt: soz.zentrum@web.de

1. Einleitung – die InitiatorInnengruppe
2. Das Konzept
2.1. Rahmenbedingungen
2.2. Das Selbstverständnis des Sozialen Zentrums Bremen
2.2.1. Selbstorganisation
2.3. Vielfalt und Kooperation
2.3.1. Interkultureller Austausch
2.3.2. Ökologie
3. Auf der suche nach Räumlichkeiten
4. Angedachte Projekte
4.1. Non-Profit-Läden und –Werkstätten
4.2. Wohnen
4.3. Sonstige Nutzungen
5. Rechtsform
6. Zur Finanzierung

1. Einleitung – die InitiatorInnengruppe

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich für die Idee, ein Soziales Zentrum in Bremen einzurichten, einsetzt. Wir sind eine heterogene Gruppe – Alleinerziehende, in Familie lebende und Menschen ohne Kinder, MigrantInnen und Menschen, die hier geboren sind, Arbeitslose und Beschäftigte, sozial, kulturell, ökologisch und / oder politisch Interessierte, die mehr oder weniger aktiv sind. In dem heterogenen Altersspektrum, den unterschiedlichen sozialen Hintergründen, Bildungswegen und Berufsfeldern liegt die Stärke der Gruppe: unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen ergänzen sich, diese Verschiedenheit birgt viel kreatives Potential. So verschieden die Hintergründe auch sind ­ gemeinsam ist den Beteiligten die Überzeugung, dass isolierte, kurzzeitige Projekte auf der Basis von Sonderprogrammen und ständigen Kürzungen unterworfenen öffentlichen Förderungen wenig effektiv und nicht zukunftsfähig sind. Uns ist schon länger bewusst, dass in Bremen - und insbesondere u.a. in der Neustadt - ein attraktiver, offener und selbstorganisierter Raum fehlt. Bestehende selbstorganisierte Orte sprechen nur eine enge Szene an. Wir wünschen uns ein soziales Zentrum, das offen für alle Menschen im Stadtteil ist. Anderen öffentlichen Orten fehlt nicht nur der uns wichtige Aspekt der Selbstorganisation. Die Angebote dort werden zunehmend kommerzialisiert. Die Angebote sind damit angesichts von Agenda 2010 und Hartz-Gesetzen für viele Menschen kaum mehr zugänglich. Das ist uns eine wichtige Motivationsgrundlage, uns für ein soziales Zentrum einzusetzen. Unser Anliegen ist es, offene Räume für Kunst, Kultur, Bildung, Soziales, Ökologie, Politik und Wohnen zu schaffen und somit einen Beitrag zur Bestärkung emanzipativen Handelns in der Gesellschaft zu leisten.

2. Das Konzept

2.1. Rahmenbedingungen

In bremen gibt es viele Stadtteile mit einem hohen Anteil sowohl von Menschen mit migrantischem als auch mit sogenanntem „sozial schwachem“ Hintergrund. In den letzten Jahren mussten immer wieder öffentliche Orte schließen oder sie müssen mit Personal- und Sachmittelkürzungen leben, ihre Angebote einschränken und kommerzialisieren. Angesichts der Finanzlage ist nicht zu erwarten, dass der Bremer Senat trotz zunehmender Sozialer Probleme soziale Projekte mit mehr Geld fördern kann. Unsere Antwort darauf sind attraktive, selbstorganisierte Strukturen – das Soziale Zentrum. Die Kooperationsmöglich­keiten und Synergieeffekte des von uns geplanten Pro­jektes sind ein Beitrag für eine nachhaltige Belebung der Neustadt. Den Phänomenen der Vereinzelung, Verdrängung und Verarmung von Menschen, der Entsolidarisierung und dem mangelnden bürgerschaftlichen Engagement gilt es entgegen zu treten. Das Soziale Zentrum will Menschen zu einer stärkeren Teilhabe am kulturellen, sozialen und politischen Leben befähigen. Auf diese Weise kann die Einrichtung eines selbstorganisierten Sozialen Zentrums nicht nur ein Schritt zur Bereicherung der Stadtteilkultur in Bremen, sondern unserer Gesellschaft insgesamt sein.

2.2. Das Selbstverständnis des Sozialen Zentrums Bremen

Im Folgenden möchten wir unsere Prinzipien bei der Umsetzung unserer Idee darstellen. Daran wird deutlich, in welcher Weise wir uns von existierenden ­ vielleicht zuerst ähnlich erscheinenden ­ Projekten abheben. Grundkonsens ist dabei die gegenseitige Achtung aller, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Ausrichtung und geistiger bzw. körperlicher Verfassung. Das Konzept ist keine feste, unveränderbare Vorgabe. Es muss sich mit den Menschen und Initiativen, die sich einbringen, entwickeln.

2.2.1. Selbstorganisation

Das Soziale Zentrum wird in Selbstverwaltung von den NutzerInnen getragen. Wohnen, Arbeiten und Soziokultur treten hier in ein neues Verhältnis. Das Soziale Zentrum will Selbstorganisation aus ihrer „soziokulturellen Nische“ holen und sie zu einem Bestandteil des Alltags werden lassen. Es soll einen kreativen Raum für Selbstorganisation bieten und einen offenen Rahmen für Projekte zur Verfügung stellen, die Leute in Eigenverantwortung durchführen. Räume und Infrastruktur sollen allen zur Verfügung stehen, die miteinander und für andere tätig werden wollen, die die Prinzipien von Toleranz und Gleichberechtigung teilen. Zur Offenheit des Projektes gehört für uns ganz zentral auch, dass Barrieren abgebaut werden müssen. Die Räume müssen für Menschen mit „Behinderungen“ zugänglich sein. Veranstaltungen sollen bei Bedarf mehrsprachig durchgeführt werden. Innerhalb des Projektes sollen Hierarchien vermieden bzw. abgebaut werden. Ein wichtiger Aspekt soll sein, dass diese Projekte unkommerziell arbeiten: gewerbliche Nutzung ist hier nicht geplant. Eine Kommerzialisierung würde die Offenheit für von zunehmender Armut Betroffener verunmöglichen. Das Zentrum soll also wichtige soziale Aufgaben erfüllen. Die Menschen, die sich hier, mit ihren jeweiligen persönlichen Kompetenzen und Möglichkeiten einbringen, brauchen dafür auch gesellschaftliche Anerkennung. Arbeitslose, die sich im Zentrum engagieren brauchen Rückendeckung, so dass der Aufbau des Sozialen Zentrums nicht durch Zuweisung in Ein-Euro-Jobs verunmöglicht wird.


2.3. Vielfalt und Kooperation

Das Soziale Zentrum soll ein kooperatives Projektenetzwerk darstellen, dass allen Interessierten offen steht. Es soll ein Ort vielfältiger Begegnungen – insbesondere auch interkultureller ­sowie (politischer) Auseinandersetzung sein. Dabei entstehende Differenzen werden unter Einbezug aller Beteiligten in basisdemokratischen Prozessen ausgetragen. Durch die Vereinigung vieler verschiedener Projekte unter einem Dach sollen Vernetzung und Kooperation gefördert werden. Zusammenarbeit mit anderen neuen oder bestehenden Gruppen, Initiativen und Projekten ist erwünscht und angestrebt. Bei der Bereitstellung von Räumen für Initiativen und Projekte ist uns die Idee der gemeinsamen Nutzung von Infrastruktur wichtig. Geschaffene Infrastruktur soll im Rahmen der technischen Möglichkeiten allen Interessierten offen stehen. Das geschieht unabhängig von einer Mitgliedschaft im Zentrum oder einer bestimmten Organisation bzw. Gruppe. Es ist es für die Initiative bedeutsam, Teil­projekte nicht zu isolieren, sondern einen gemeinsamen Ort zu finden, an dem die Arbeit fortgeführt und ausgebaut werden kann. 2.3.1. Interkultureller Austausch

In bremer Stadtteilen leben viele MigrantInnen . Ein Schwerpunkt des Sozialen Zentrums soll auf der Förderung der Selbstorganisation von MigrantInnen liegen. Integration kann sich nur auf der Grundlage eines gleichberechtigten Miteinanders entwickeln.

2.3.2. Ökologie

Bei der Umsetzung orientiert sich das Projekt an einer ökologischen Wirtschaftsweise. Das gilt sowohl bei Sanierung und Nutzung des Gebäudes, als auch im Projektalltag: Umsonstladen und Selbsthilfewerkstätten zeigen neue Wege im Umgang mit alten Dingen. Das Soziale Zentrum bietet weiter­hin Räume für eine LebensmittelKooperative, um die nichtkommerzielle Versorgung mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln, u.a. durch Kontakte zu Öko-Landwirten aus der Region, zu ermöglichen.

3. Auf der Suche nach Räumlichkeiten

Vor einiger Zeit sind wir auf der Unterkunftssuche für das soziale Zentrum auf die Schule Gottfried-Menken-Str. gestoßen. Die Schule wäre geradezu optimal gewesen: · Der Ort ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen (Buslinie 26 / 27) · Die meisten Räume sind ebenerdig und gut für Menschen mit Behinderungen erreichbar · Der Gebäudekomplex ist groß genug, Wohnräume, Werkstätten, Büro- und Veranstaltungsräume aufzunehmen. · Mit der Aula besteht ein gut geeigneter großer Veranstaltungsraum · Die Grünflächen eröffnen Möglichkeiten für kleinere Garten- und Ökologieprojekte · Die Lage an der Grenze zwischen der Blockbebauung Richtung Neuenlander Straße und den der teils Altbremer Reihenhausbebauung nördlich der Gastfeldstraße bietet gute Voraussetzungen für Begegnungen. · Das kulturelle Angebot gerade in dieser Ecke der Neustadt ist überaus dürftig. · Sporthalle und –platz können weiterhin von den Vereinen genutzt werden

Dieser schöne Gebäudekomplex steht noch immer leer. Er ist mittlerweile jedoch an die Gebrüder Rausch (Investoren) gegangen.die ein für die GBI (Bremer Immobiliengesellschaft) besseres finanzielles Angebot vorlegen konnte Somit suchen wir noch immer Objekten zur Umsetzung unserer Projekte, mit Platz für Wohnraum und Begegnungen. Wichtig ist das die Gebäude gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und barrierefrei, bzw. barrierefrei herzustellen sind. Wir freuen uns über Informationen oder Angeboten von Objekten, auch im kleineren Rahmen als bei der Schule Gottfried-Menken-Str.!

4. Angedachte Projekte

4.1. Non-Profit Läden- und Werkstätten

a) Umsonst-Laden Umsonst-Läden gibt es bereits in einer Reihe von Städten (u.a. in Weyhe und Hamburg). Sie organisieren die Wiederverwendung gebrauchter Dinge. JedeR kann heile, nützliche Dinge abgeben, jedeR kann sich mitnehmen, was sie oder er braucht. Niemand soll in großen Mengen Sachen mitnehmen können um sie anschließend zu verkaufen. In der Kornstr.108 in Bremen haben wir die Idee des Umsonstladens als erstes konkretes Projekt von uns in die Praxis umgesetzt ( Umsonstladen_Bremen). Angesichts immer stärker um sich greifender Armut ist dies ein kleiner Beitrag für ein gutes Leben für alle.

b) Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt Fahrräder sind ein relativ preiswertes Mobilitäts-Mittel. Sie sind nicht für alle, aber für viele Menschen nutzbar. Ersatzteile und Reparaturen aber sind teuer und für viele nicht mehr bezahlbar. Im Fahrrad-Selbsthilfe-Laden werden gebrauchte Räder recycelt, funktionsfähige Einzelteile gelagert und Menschen werden dabei unterstützt, sich selbst bei kleineren Pannen helfen zu können.

c) Bau-Kollektiv Die Renovierung der Gebäude soll, soweit möglich, mit einem hohen Anteil Eigenarbeit und mit Recycling-Materialen durchgeführt werden. Dauerhaft muss, auf einem niedrigeren Niveau, das Baukollektiv aktiv bleiben.

d) Holz-Selbsthilfe-Werkstatt Holz ist ein gut verarbeitbarer nachwachsender Rohstoff. Er wird vielfältig u.a. im Innenbereich gebraucht. In der Holz-Selbsthilfe-Werkstatt werden u.a. Recycling-Hölzer gelagert, Dinge für das Zentrum hergestellt und Menschen werden dabei unterstützt, sich selbst zu helfen.

e) Food-Coop Ökologisch erzeugte Lebensmittel, so weit möglich aus der Region, sind ein wichtiger Teil der Alltagsökologie. Regionale Wirtschaftskreisläufe werden gefördert. Durch Eigenarbeit und die Ausschaltung der Einzelhandelsgewinnspannen werden ökologisch erzeugte Lebensmittel auch für Menschen mit geringerem Einkommen bezahlbar.

f) Café Fair Das Café Fair ist als offenes Angebot, auch für Leute, die nicht in den Szenen aktiv sind, gedacht. Kaffee, Tee (jeweils ökologisch hergestellt und fair gehandelt), Kuchen und Brötchen (aus eigener Produktion) werden zu sozialverträglichen Preisen, knapp über Selbstkostenpreis abgegeben. Das Café ist ein offener Sozialer Raum, ein Ort der Begegnung. Zeitungen, Zeitschriften und Info-Material liegen dort aus. Ausstellungen z.B. von KünstlerInnen sind möglich.

g) Gemeinschaftsküche Es erspart viel Arbeit und Geld, wenn die warme Mahlzeit nicht täglich vielfach in kleinen Mengen für einzelne Personen, Familien oder kleine WGs gekocht wird. Die Gemeinschafts­küche ist auch als offener Sozialer Raum ausbaubar.

h) Großküche Notwendig ist dafür auch an die Einrichtung einer Großküche. Neben dem Café Fair und der Gemeinschaftsküche soll diese auch von Aufstrich- und Brotbackgruppen genutzt werden.

i) Alternative Bibliothek / Alternatives Medienzentrum Viele gute Bücher, Filme etc. warten nur darauf, nicht nur von ihrem derzeitigen BesitzerInnen (uns, den AktivistInnen des Sozialen Zentrums) gelesen / geguckt zu werden. Außerdem soll es öffentlich zugängliche Internet-Plätze geben. Das AlternativeMedienzentrum wird auch Veranstaltungen in der Aula durchführen.

j) Atelier

4.2. Wohnen

Gegen die Vereinzelung sind kollektive Wohnformen für am Sozialen Zentrum beteiligte Menschen vorgesehen. Es geht nicht darum, für alle eine gemeinsame Wohnform zu haben. Vielmehr ist daran gedacht von Hausgemeinschaften über Wohngemeinschaften und Wohnprojekten mit darüber hinausgehenden Ansprüchen ein pluralistisches Angebot zu realisieren.

4.3. Sonstige Nutzungen

a) Initiativen-Büroräume b) Kleingruppenräume c) Öko-Gartenprojekte Es gibt Ideen sowohl für Kräuter- und Nutzgärten, als auch für Gärten für das Auge als und als kleine Biotope. d) Spielplatz e) Kindergruppe

5. Rechtsform

Die Initiative für ein Soziales Zentrum wird hat gerade die Eintragung des Fördervereins für ein soziales Zentrum und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit beantragt. Sie ist Träger des Projektnetzwerks und verbindet Initiativen und Projekte von Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen. Ziel des Vereins ist es, das Projekt Soziales Zentrum zu planen und zu reali­sieren. Hierzu führt der Verein die Verhandlungen über die Anmietung und den anschließenden Erwerb eines geeigneten Objektes. Das Objekt langfristig von einem privaten Investor zu mieten, können wir uns nicht vorstellen. Das Objekt wird von einer ausgegründeten GmbH in Kooperation mit dem Mietshäusersyndikat Freiburg (www.syndikat.org) und eventuell zusätzlich in Kooperation mit der Stiftung FreiRäume erworben werden. Ziele des Rechtsmodells Um eine langfristige am Gemeinwohl orientierte Nutzung zu garantieren, sowie um zu garantieren, dass: • die Selbstverantwortung der NutzerInnen gestärkt, und ein möglichst hoher Teil der Arbeiten am Haus in Eigenleistung und mit geringen finanziellen Mitteln getan werden kann • die Arbeit, die die NutzerInnen in die Häuser stecken, dauerhaft der Öffentlichkeit zur Verfügung steht • die Häuser nicht reprivatisiert werden können, weder von einem potentiellen Käufer noch von den NutzerInnen selbst, soll das Eigentum am Haus auf einen eigenen, neu zu schaffenden Rechtsträger übergehen. Der Initiative für ein Soziales Zentrum e.V. soll hierbei nicht alleiniger Träger sein. Ziel ist ein Modell, wie es bereits in sehr ähnlicher Form für andere Projekte in Zusammenarbeit mit der Stiftung FreiRäume, Bad Hersfeld und mit dem „Mietshäuser Syndikat“ Freiburg entwickelt wurde, um oben formulierten Ansprüchen gerecht zu werden. 6. Zur Finanzierung Wir wollen ein geeignetes Objekt in Kooperation mit dem Mietshäusersyndikat Freiburg (www.syndikat.org) und eventuell zusätzlich in Kooperation mit der Stiftung FreiRäume erwerben. Das Miets­häusersyndikat beteiligt sich am Stammkapital aus dem Solidarfonds. Am Mietshäusersyndikat Freiburg sind 20 Projekte, 22 Projekinitiativen, insgesamt 170 Mitglieder beteiligt. Darüber hinaus werden Direktkredite eingeworben. Das Einwerben von Direktkrediten für Projekte ist ein vielfach praktisch erprobtes Finanzierungsmodell (z.B. Bonbonfabrik in der Hardenbergstr.). Das Einwerben der Direktkredite benötigt eine Vorlaufzeit. Wir stellen uns vor, z.B. ein Objekt für drei Jahre zu mieten (Mietkauf). Die Miete wird mit dem Kaufpreis verrechnet.



Wofür ein soziales Zentrum?

Um
Einen Ort zu schaffen, für all diejenigen, die vom Staat ( z.B. Hartz I-IV), durch Sexismus, Rassismus oder von ArbeitgeberInnen/VermieterInnen belästigt, unterdrückt, ausgebeutet, betrogen, bzw. repressiv behandelt werden
Netzwerke mit informativen, politischen und praktischen Angeboten zum Leben zu erwecken
Einen Platz zu haben, wo solidarisches Miteinander selbstverständlich ist
Einen Freiraum für Selbstorganisation zu schaffen
Einen Ort zu haben, der die verschiedensten Proteste in der Stadt bündelt und verstärkt, an dem Erfahrungen ausgetauscht, Energien gebündelt sowie Aktivitäten, Projekte und Kampagnen geplant werden
Veranstaltungen durchzuführen Kultur von unten und Bildungszugänge für alle aufzubauen
Ein anderes Gesundheitssystem zu entwickeln und zu praktizieren
Andere Arten des Zusammenlebens zu leben und sich gemeinsam der staatlich geförderten Vereinzelung entgegenzusetzen
Einen Ort zu haben, der weder vom Staat noch durch privaten Besitz kontrolliert und dominiert wird


Soziales Zentrum aktiv: der Umsonstladen

Konkret ausgestaltet finden sich unsere Ideen schon im Umsonstladen, der auch Raum fuer andere Veranstaltungen gibt, z.B. Filmvorfuehrungen und (kostenlose) Hausaufgabenhilfe.


Satzung des Fördervereins „Soziales Zentrum Bremen“ e.V.

§ 1 Name, Sitz und Eintragung

Der Verein trägt den Namen „Förderverein Soziales Zentrum Bremen“. Er hat seinen Sitz in Bremen. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck des Vereins

1. Zweck des Vereins ist es im sozialen, kulturellen und im Bildungs-Bereich im Stadtteil fördernd tätig zu sein. 2. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Förderung der gemeinnützigen Aktivitäten im Sozialen Zentrum Bremen bzw. der Initiative für ein Soziales Zentrum, solange es dieses noch nicht gibt. Dies können z.B. Bildungs-Veranstaltungen, (inter-)kulturelle Aktivitäten, integrative Stadtteilarbeit (verschiedene Bevölkerungsgruppen zusammenbringen) sein.

§ 3 Gemeinnützigkeit

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenverordnung. 2. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. 3. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. 4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. 5. Der Verein ist ein Förderverein im Sinne von § 58 Nr. 1 Abgabenordnung, der seine Mittel ausschließlich zur Förderung des in § 2 Abs. 1 der Satzung genannten steuerbegünstigten Zwecks verwendet.

§ 4 Mitgliedschaft

1. Mitglied des Vereins können alle Personen oder Gruppen werden, die die Ziele des Vereins unterstützen. 2. Über die vorläufige Aufnahme der Mitglieder bis zur nächsten Mitgliederversammlung entscheidet die Beauftragten (der Vorstand). Die endgültige Entscheidung fällt die Mitgliederversammlung. 3. Ein Austritt ist jederzeit möglich. Er muss jedoch 3 Monate vorher schriftlich angezeigt werden. 4. Verstößt ein Mitglied schwerwiegend gegen die Ziele und Interessen des Vereins, so kann es von der Mitgliederversammlung mit sofortiger Wirkung ausgeschlossen werden. Notwendig ist dafür eine 2/3 Mehrheit.

§ 5 Mitgliederversammlung

a) Einberufung 1. Die Mitgliederversammlung wird von den Beauftragten (Vorstand) oder von mindestens fünf Mitgliedern schriftlich mit einer 14-tägigen Frist unter Angabe der Tagesordnungspunkte einberufen. 2. Die Tagesordnung kann zu Beginn der Mitgliederversammlung ergänzt werden. b) Entscheidungsfindung 1. Entscheidungen sollen nach dem Konsensprinzip getroffen werden. 2. Wenn kein Konsens erzielt wird kann die Mitgliederversammlung die Entscheidung vertagen oder mit 2/3 Mehrheit einen Beschluss fassen. 3. Mit 2/3 Mehrheit gefasste Beschlüsse gelten vorläufig. Der Zeitrahmen der Geltung von 2/3 Mehrheitsbeschlüssen wird im Konsens entschieden. Auf einer Mitgliederversammlung muss dann über die Praxis von 2/3 Mehrheitsbeschlüssen erneut diskutiert werden. 4. Die Entscheidungen und gegebenenfalls Minderheitenpositionen werden schriftlich in einem Protokoll festgehalten. Die Protokolle sind öffentlich einsehbar und bedürfen der Genehmigung durch die nächste Sitzung. Sie werden von der protokollierenden Person unterzeichnet. 5. Die Mitgliederversammlung kann einen Ausschluss wegen schwerwiegender Verstöße gegen Ziele und Interessen des Vereins mit 2/3 Mehrheit entscheiden. In dieser Frage ist das Konsensprinzip aufgehoben. 6. Ersatzweise gelten die gesetzlichen Vorschriften für Vereine. 7. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit der Mitglieder anwesend ist, schriftlich Stellung genommen hat oder eine Vollmacht erteilt hat. 8. Wird die Beschlussfähigkeit erfolgreich angefochten, so beschließt die drauffolgende Mitgliederversammlung mit den Stimmen der Anwesenden. Dies ist mit der Einberufung bekannt zu geben. c) Aufgaben Der Mitgliederversammlung obliegen folgende Tätigkeiten: 1. Die Mitglieder wählen auf der Mitgliederversammlung die Beauftragten (Vorstand). Beauftragte sind mindestens 3 Vereinsmitglieder. 2. Die Mitgliederversammlung übt die Kontrolle der Führung der Geschäfte durch die Beauftragten aus. 3. Die Mitgliederversammlung wählt die beiden RechnungsprüferInnen. Diese dürfen keine Beauftragten (Vorstandsmitglieder) sein. Sie prüfen unangemeldet die Buchführung und Jahresrechnungsabschluss und berichten der Haus- und der Mitgliederversammlung. 4. Die Mitgliederversammlung kann einen Ausschluss wegen schwerwiegender Verstöße gegen die Ziele und Interessen des Vereins beschließen. 5. Die Mitgliederversammlung beschließt die Modalitäten einer Beitragszahlung. 6. Die Beauftragten informieren über die Aktivitäten des Vereins des letzten Jahres und die Planungen für das nächste Jahr. 7. Die RechnungsprüferInnen berichten über ihre Prüfungsergebnisse. 8. Die Mitgliederversammlung entscheidet über die Entlastung von Beauftragten und RechnungsprüferInnen.

§ 6 Beauftragte (Vorstand)

1. Der Vorstand besteht aus mindestens drei gleichberechtigten Personen, die von der MV gewählt werden. Der Vorstand ist der MV verantwortlich und an ihre Weisungen gebunden. 2. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln vertretungsberechtigt. 3. Den Beauftragten obliegen folgende Tätigkeiten: Führung der Geschäfte, Vorbereitung und Einberufung der Hausversammlung, Transparenz über ihre Tätigkeit und die Entscheidungen der Mitgliederversammlung schaffen, Aufstellung eines Haushaltsplanes, Buchführung und Jahresrechnungsabschluss. 4. Der Jahresrechnungsabschluss hat spätestens 4 Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres vorzuliegen. 5. Eine ordentliche Mitgliederversammlung wird mindestens einmal jährlich von den Beauftragten mit 14- tägiger Frist unter Angabe der Tagesordnung einberufen.

§ 7 Beiträge

1. Die Modalitäten einer Beitragszahlung regelt ein Beschluss der Mitgliederversammlung

§ 8 Aufwandsentschädigungen

1. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Sie dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwändungen aus Mitteln des Vereins erhalten. 2. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. 3. Über gegebenenfalls zu zahlende Aufwandsentschädigungen entscheiden die Beauftragten. Sie dürfen insbesondere nicht bei Ausscheiden oder einer eventuellen Auflösung des Vereins gezahlt werden.

§ 9 Vermögen

1. Der Verein erstrebt keinen Gewinn; etwaiger Gewinn darf nur satzungsgemäß verwendet werden. 2. Der Verein ist uneigennützig tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Ziele.

§ 10 Haftung)

1. Die Haftung des Vereins ist auf das Vereinsvermögen beschränkt.

§ 11 Vereinsauflösung

1. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks ist das Vermögen des Vereins zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. 2. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden. Bremen, den 18. Januar 2005


Kontakt

Kontaktmoeglichkeiten findet ihr unter [1], oder ihr schaut während der Öffnungszeiten im Umsonstladen vorbei: Umsonstladen Bremen. Wir freuen uns ueber Interesse an diesem Projekt und auch über Menschen, die Lust haben sich aktiv zu beteiligen, uns Räume anbieten oder uns finanziell wie auch auf andere Weise unterstützen möchten.