Workshops/Ergebnisse/Schulkritik und Altersdiskriminierung, selbstbestimmte Bildung

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Erlebnisbericht der Veranstaltung im Sama-Caffe am 15. April zu “Schulkritik, Altersdiskriminierung und selbstbestimmte Bildung” von 12- 21 Uhr

Räumlichkeiten

Die Räumlichkeiten des Sama Caffes waren groß genug, sowie bequem mit Sofas und Tischen ausgestattet. Die Dunkelheit im Raum veranlasste einige Pesonen, es sich draußen in der Sonne bequem zu machen. Es gab zwei Tische mit breit gefächertem Infomaterial zu Mitnehmen und interessanten Büchern zum Dortlesen und Reinschauen. Es wurde auch eine Ausstellung mit Texten und Bildern zum Thema “Leben ohne Erziehung” und Schulkritk aufgebaut. Die Zusammenarbeit mit den Leuten vom Sama-Caffee verlief nett und unkompliziert.

Inhalt

Im Vorfeld wurde im Wiki und im Flyer darauf hingewiesen, dass die angekündigten Themen nur Vorschläge sind, die auch noch geändert werden könnten. Deswegen ging es in der ersten Zeit, nachdem sich ca. 15 Leute eingefunden hatten, in einer Kennlernrunde über die Interessen und Hintergründe ausgetauscht. Was bei dem Treffen passiert, sollte von den Bedürfnissen der Leute abhängen. Es zeigte sich, dass Leute mit recht unterschiedlichen Intentionen vor Ort waren und es war schwierig, ein Verfahren zu finden, wie mensch den unterschiedlichen Vorstellungen gerecht werden könnte. Folgende Themenwünsche gab es:

  • Konkrete Projekte besprechen: Bildungsnetzwerke und “Travelling School of Live”, Alternativuni und autonome Bildungszentren,
  • Aktionsideensammlung
  • Diskussion über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Antipädagogik, education populare (nach Paulo Freire) und antiautoritäre/anarchistischer Erziehung


Es wurde versucht, die Teilnehmenden in Gruppen zu unterteilen, die sich eben mit diesen drei Punkten befassen. Doch eine klare Trennung wurde nicht vorgenommen, ohne dass klar wurde, wieso und es fiel nicht leicht, die Leute zu einem Statement zu bewegen. Eine Person fühlte sich zu sehr in die Rolle einer moderierenden Person gedrängt. Vermutlich gab es – wie bei mir – eher Leute, die alles interessiert und deswegen lieber in der großen Runde zusammensitzen und zuhören, anstatt dauernd von Grüppchen zu Grüppchen hüpfen zu müssen... jetzt werd ich schon wieder gruppendynamikanalytisch, find das Thema aber auch wichtig: “Lernen in Gruppen” miteinander und voneinander gehört ja auch irgendwie zum Thema. Vielleicht mag ja noch wer Reflektions-Ergebnisse zu diesem Workshop hier vorstellen.

Jedenfalls wurden dann von einzelnen Teilnehmenden aus Berlin, Bern und Wien erzählt, wie sie konkrete Bildungsnetzwerke, Alternativunis und autonome Bildungszentren gestalten. Auf Fragen und Diskussionswünsche wurde kurz eingegangen, ohne dass es zu sehr in die Länge gezogen wurde. Eine Art Moderation wurde vorallem von der jeweils vortragenden Person vorgenommen.

Nach der Pause sind dann die meisten nach einem Sonnenbad aufm Bordstein zur Demo abgeflogen. Drinnen bildete sich ein AK zu Aktionsideen, der sich in einer Diskussion über Reformismus in Schulen und Vermittlungsebene bei öffentlichkeitswirksamen Aktionen drehte. Es gab von einigen Leuten das Bedürfnis, ein weiteres Treffen zu Aktionsideen zu machen. Anfragen dazu bitte an Sabine: noelite@gmx.de. Bei dem Workshop wurden noch andere Themen besprochen, bei denen ich nicht dabei war. Mag da noch wer was ergänzen?

Eine Diskussion über Educacion Populare kam nicht mehr zustande, weil an 15 uhr ca. 7 Leute für eine Diskussion über Altersdiskriminierung zusammenkamen. Die Diskussion verlief in meinen Augen zunächst eher unübersichtlich. Es wurde vorgeschlagen, sich dem Thema anhand eigener Erfahrungen anzunähern. Stattdesssen wurde über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu der Diskriminierung zwischen alten und jungen Menschen geredet. Es wurde schnell klar, dass die meisten Anwesenden vorallem über die Diskriminierung der jungen Menschen sprechen wollte. Eine umfassende Analyse, in welchen gesellschaftlichen Bereichen Altersdiskriminierung stattfindet, gab es nicht. Eher fanden die Teilnehmenden interessant, wie mensch im unmittelbaren Umfeld mit dem eigenen diskriminierendem Verhalten umgehen kann und wie mensch es schaffe, andere darauf aufmerksam zu machen und bei erzieherischen Übergriffen Hilfe anzubeiten. Anhand der Ausstellung wurden auch noch Themen der Antipädagogik erläutert.

Dann gab es eine Pause, in der sich Leute Essen holten, zur Besetzung flitzten und die Filme vorbereitet wurde. Danach waren wir endgültig nur noch auf einen harten Kern von 3 Leuten zusammengeschrumpft.

Mit etwas Verspätung wegen technsischer Probleme und warten auf Publikum startete der Film “Leerjare – die Deutschen und die Schule”. Danach gab es Redebedarf, weil die Grundaussage des Filmes eine eher destruktive ist, was jedoch in einer Pünktlichkeitdiskussion unterging.

Danach wurde relativ Pünktlich um 20:25 der Film “Pretty Cool System” gestartet und hinterher über Einzelheiten und Eigenarten Demokratsicher Schulen mit einer der FilmemacherInnen Martin Wilke gesprochen.

Danach war Sense und Reflektion...

Hier noch Linktipps für weitergehende Infos zum Thema:

Text- und Linksammlung
www.herrschaftsfrei-lernen.de.vu
www.bildungskritk.de
Aktiv werden!
www.lernkulturwandel.de.vu
Organisationen
www.leben-ohne-schule.de
Bundesverband Natürlich Lernen! e.V.
www.bvnl.de
KinderRÄchTsZÄnker
www.kraetzae.de
Travelling School of Live - Bildungsnetzwerk
www.tsolife.de.vu/wiki
Alternativuni-vernetzung
www.gegenuni.org