Vorlage:Jukss

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Was ist der Jukss?

Der Jukss (Jugendumweltkongress) ist ein bundesweites Treffen der Jugendumweltbewegung und versteht sich als Forum für alle ökologisch interessierten oder engagierten jungen Menschen.

Geschichte

Der Jugendumweltkongress ist, nach dem großen Jugendumweltfestival 'Auftakt' im Sommer 1993 in Magdeburg, aus den Bundeskongressen von der Naturschutzjugend und der BUNDjugend hervorgegangen. Er findet seit dem einmal pro Jahr in unterschiedlichen Städten in Deutschland statt. Seit dem 1. Jukss gab es Kongresse in Neubrandenburg, Freiburg, Berlin, Münster, Göttingen, Tübingen, Nürnberg, Dresden, Hamburg, Darmstadt, Magdeburg und Bielefeld. Nachdem die ersten Jugendumweltkongresse vor allem von den beiden großen Jugendumweltverbänden vorbereitet und gestaltet wurden, wird der Jugendumweltkongress seit dem 6. Jukss im April 1999 in Göttingen von einer offenen (und natürlich ehrenamtlichen) Vorbereitungsgruppen von Menschen aus unterschiedlichen politischen Zusammenhängen organisiert und von einem gemeinützigen Trägerverein, dem Jugendaktionstage eV., ausgerichtet.

Wer kommt zum Jukss

Auf dem Jukss sind alle an Ökologie und Selbstbestimmung interessierten Menschen willkommen. Der Jukss ist keine geschlossene Gesellschaft oder Delegiertenversammlung. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmenden ist zwischen 16 und 25 Jahren alt (einige auch jünger oder deutlich älter). Auf den Jukss kommen Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen, zB. um

  • Ideen und Kontakte für eigene Projekte zu finden
  • Kontakte zu Gleichgesinnten zu finden
  • sich weiterzubilden
  • andere Lebensweisen und Entscheidungsmodelle auszuprobieren
  • Spaß zu haben


Wann und wo findet der nächste Jukss statt?

Da sich im Moment nicht genügend Menschen für den Jukss verantwortlich fühlen/ihn organisieren, ist es (noch) nicht absehbar, wann es einen nächsten Jukss geben wird. Den nächsten Jukss gibt es also, wenn du dich mit einbringst. Falls du Zeit&Lust hast, mitzumachen, dann schreib mal eine Mail an info(at)jukss.de und frage nach, was du tun kannst! :)

Ansprüche an den Jukss

Der Jukss soll keine reine Bildungs- oder Theorieveranstaltung sein. Auf den Kongressen soll sich nicht nur theoretisch mit Umweltschutz oder gesellschaftlichen Alternativen beschäftigt werden, sondern auch ausprobiert, wie auch heute schon ein anderes (ökologischers und selbstbestimmteres) Zusammenleben möglich ist. Deshalb verpflegen sich die TeilnehmerInnen auf den Kongressen mit regionalen und möglichst veganen Lebensmitteln aus ökologischem Anbau und versuchen auch in allen anderen Bereichen, Umweltbelastungen zu vermeiden und dabei trotzdem (oder gerade) lustvoll zu leben.

Andere Ansprüche an den Jukss sind Selbstorganisation und Selbstbestimmung: Auf dem Kongress werden untereinander Vereinbarungen zum Umgang miteinander getroffen, es gibt Versuche Hierachien abzubauen oder zumindest transparent zu machen, eigenes Dominanzverhalten soll zudem reflektiert werden. Über die Jahre ist ein komplexes Selbstverwaltungsmodell entstanden, das natürlich laufend weiterentwickelt wird.

Ziele des Kongresses

Der Jukss stellt einen wichtigen Treffpunkt dar für Jugendliche, die an eigenem umweltpolitischen Engagement interessiert sind. Traditionell liegt dabei ein Schwerpunkt auf Umweltpolitik. Themenübergreifend ist jedoch das Ziel, Menschen zu selbstständigem politischen Handeln zu motivieren. Übergeordnetes Ziel ist es damit, die Überzeugung von der Sinnhaftigkeit der Erhaltung der Ressourcen der Erde und der Menschenwürde, als Grundbedingung nachhaltiger zukünftiger Entwicklung der Menschheit zu wecken und konkrete Schritte in Richtung zu einer Welt, die Ausbeutung von Mensch und Natur überwunden hat, zu gehen.

Dazu kommt eine praxisnahe Auseinandersetzung mit basisdemokratischen Entscheidungsfindungsmodellen. Politik, als aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen, ist auf dem Jukss also nicht nur Theorie, sondern wird tatsächlich auch gelebt. Jugendliche sollen ihre Gestaltungsspielräume erkennen und einen gleichberechtigten und toleranten Umgang miteinander üben, auch wenn die Meinungen und Vorstellungen verschieden sind.

Bei den verschiedenen Arbeitsgruppen ergeben sich Gelegenheiten, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Nicht nur einzelne Aktive, sondern auch verschiedene Umweltgruppen nutzen den Jukss zur Vernetzung. Gefördert wird dies durch die Veranstaltung von Ländertreffen, auf denen sich die in einer Region Aktiven zusammenfinden können sowie durch Bundesaustauschforen, die zur bundesweiten Vernetzung von Leuten mit ähnlichen thematischen Schwerpunkten dienen.


Inhaltliches Konzept

Der Jukss setzt darauf, Umweltbildung in einem breiten Rahmen zu vermitteln. Dazu werden unterschiedliche Arbeitsformen angeboten. Jeden Tag haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, Workshops zu besuchen oder selbst anzubieten.

Zum ganzheitlichen Lernen auf dem Jukss gehört ein ökologisch und sozial verträglicher Lebensstil. Das beginnt bei der vegetarischen/veganen Vollwertverpflegung aus vorwiegend regionalem, ökologischem Anbau und setzt sich fort bis zum Umgang miteinander: Das Eintreten für die eigene Meinung und Konfliktfähigkeit werden ebenso erprobt wie das Finden von friedlichen Lösungen und ein couragiertes Eintreten füreinander.


Mitmachen

Der Jukss wird von einer Gruppe mit dem Anspruch der Offenheit vorbereitet, dem JukssOrgateam. Du kannst dabei auf vielfältige Weise mitmachen. Schreib einfach an info[aet]jukss.de . Weitere Informationen findest du unter http://www.jukss.de