Vorlage:Food-Coops

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Gemeinsam einkaufen ist sicherlich nur ein kleiner Anfang, sich den Zwängen profitorientierter Märkte zu entziehen. Weiterhin wird mit Geld bezahlt, Reichtumsunterschiede bleiben erhalten und als Quellen sind in der Regel Lebensmittelzwischenhandel oder landwirtschaftliche Betriebe im Vordergrund, die auch sonst ihre Produkte marktförmig vertreiben. Dennoch kann das gemeinsame Einkaufen einige Vorteile bringen:

  • Bezugsquellen mit Mindestabnahmen können erschlossen werden, an die Einzelpersonen nicht ohne weiteres herankommen.
  • Direktvermarktungswege zu LandwirtInnen und anderen HerstellerInnen werden erschlossen, die sich für Einzelne kaum lohnen würden. Durch das Aufteilen der anfallenden Arbeit von Abholung und Verteilung oder gar das Gewinnen der ProduzentInnen zu den sich bei Sammelabnahme dann lohnenden Auslieferungsfahrten wird der Direktbezug erst praktikabel.
  • Wenig oder nicht selbst mobile Menschen können im Rahmen von Food-Coops mitbeliefert werden.
  • Gegenüber Ladenpreisen kann einiges gespart werden.

Zudem ist es möglich, politische Öffentlichkeitsarbeit mit dem Bezug von Lebensmitteln oder auch anderen Produkten (Sammeleinkauf von Kleidung, Büromaterialien usw.) zu verbinden. Ausflüge zu Höfen, Feste und Vorträge sind ebenso sinnvoll wie Pressearbeit oder Infostände, Straßentheater und mehr.

Gemeinsamer Lebensmitteleinkauf bleibt eine Geldsache. Sie überwindet damit nicht Reichtumsunterschiede. Ökologische Lebensmittel bleiben für viele auch bei gemeinsamem Einkauf unerschwinglich. Daher sollten gerade Food-Coops überlegen, ob sie nicht einige Schritte mehr tun, um auch ein soziales Projekt zu werden, das unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten zwischen Menschen überwindet.

Und es gibt schon ein Wiki extra für FoodCoops Infos. http://coops.bombina.net/wiki/Hauptseite

verwandtes Konzept: Community Supported Agriculture