Auf alte Hardware zugeschnittene Linux-Distributionen

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Die Vielfalt der Linux-Distribution ist schier unüberschaubar. Bei genauem Hinsehen fällt aber auf, daß es einige Linux-Distributionen gibt, die besonders auf alte, nicht so leistungsstarke und ressourcenstrotzende Rechner zugeschnitten sind.

Desktop Light (DeLi) Linux

http://www.delilinux.org/

DeLi Linux ist eine Desktop-Distribution für alte PCs, basierend auf Slackware 7, jeweils mit dem jeweils aktuellsten 2.2er Kernel, XFree 3.3.6 und aktuellen, aber ressourceschonenden Programmen, damit man auch noch mit deutlich weniger als 100 MB RAM gut arbeiten kann. Auch beim Plattenplatz hält sich die Distribution in Grenzen: 300 MB reichen für eine Installation aller Pakete aus. Als Office Paket ist Siag Office dabei.

Anforderungen

  • Minimum 386er und vermutlich 4 oder 8 MB RAM.
  • Mit einem 486 DX2/50 und 12 MB RAM kann man aber schon recht gut arbeiten, sogar mit X, reicht als Terminal zum Mail lesen oder Chatten wunderbar aus.
  • Ein Pentium I mit 90 MHz und 32 MB RAM ist schon komfortabel.

Installation

DeLi Linux kann von CD, Netzwerk oder einem Iomega Parallel-Port-ZIP-Drive installiert werden. Als Installationsmedium reicht eine 100MB-ZIP-Diskette aus.

Damnsmall Linux (DSL)

http://www.damnsmalllinux.org Damn Small Linux (auch als DSL bekannt) ist eine Linux-Distribution für die x86-Architektur. Ursprünglich im Format einer startfähigen LiveCD-Visitkarte gehalten, kann es nun auch auf Festplatten, USB-Sticks, CompactFlash-Karten, ZIP-Drives und generell von jedem bootbaren Medium, welches die notwendigen 50 MB bereitstellt, sowie mittels Qemu innerhalb einer Microsoft Windows- oder Linux-Host-Umgebung installiert und von dort gestartet werden. Das DSL-Projekt hat zwar die 50 MB Größengrenze beibehalten, dennoch enthält es viele essentielle Desktopanwendungen. Damn Small Linux wurde ursprünglich von John Andrews entworfen und betreut, aber es ist zu einem großem Gemeinschaftsprojekt mit vielen Beitragenden herangewachsen - namentlich vor allem durch Robert Shingledecker mit der Schaffung des MyDSL-Systems, des DSL-Kontrollpanels, und einigen weiteren nützlichen Dingen.

DSL hat eine etwas größere "Cousine", DSL-N, in Entwicklung. DSL-N ist immer noch verdamnt klein (Damn Small), hat aber einige extra hinzugefügte Feinheiten (GTK2, Linux 2.6-Kernel, verbesserte Hardwareerkennung). Bitte beachten Sie, daß DSL-N zwar funktional, aber noch in Entwicklung ist und noch nicht als stabil genug für produktiven Einsatz betrachtet werden darf. Warten Sie lieber auf Version 1.0.

fli4l

http://www.fli4l.de/

fli4l (ursprünglich floppy isdn4linux) ist ein Miniatur-Linux zum Betreiben eines minimalen ISDN-/DSL-Routers, z.B. für Anschluß eines Heimnetzwerkes ans Internet per DSL oder ISDN. fli4l passt komplett auf eine 1,44-MB-Diskette und wird im Normalfall auch von einer solchen gebootet.

Zusätzliche Dienste wie z.B. ein Webserver können über das Netz nachgeladen werden. Sie passen aber nicht mehr auf die Diskette.

Vorteile

  • Der Rechner braucht keine Festplatte.
  • Ist die Diskette schreibgeschützt, kann bei Einbruch über das Netz trotzdem nichts an der Konfiguration geändert werden.

Anforderungen

  • ISDN-Router: 486er
  • DSL-Router: Pentium I

Eisfair

http://www.eisfair.org/

eisfair ist ein freier, einfach zu installierender Internet-Server auf Linux-Basis verwendet. Im Vordergrund stehen Funktionalität, Übersichtlichkeit und Unkompliziertheit.

Anforderungen

  • 486er mit 66 MHz, besser Pentium
  • 32 MB RAM, besser 64 MB, notfalls auch 16 MB
  • 128 MB Festplatte
  • Netzwerkkarte

c't Debian-Server

http://www.heise.de/ct/ftp/projekte/srv/

Zitat von der Webseite: Der c't Debian-Server ist eine speziell für den Einsatz auf kleinen Servern ausgelegte Linux-Distribution [...], die auf Debian GNU/Linux 3.1 (Sarge) aufbaut. Als Besonderheit bringt der Server die unter User Mode Linux (UML) laufende Fertig-Firewall IPCop mit.

Puppy Linux

http://puppylinux.org

Puppy Linux ist primär als Live-System gedacht und benötigt daher keine Festplatte. Eine Fste Installation ist zwar möglich, aber nicht unbedingt empfohlen. Mit 124.2 MB ist die .iso-Datei recht klein und passt problemlos auf eine CD-ROM. Das aktuelle slackware-kompatible Release beinhaltet Kernel 2.6.37.6 und stammt vom 24. Oktober 2011. Der ubuntu-kompatible Release setzt auf Kernel 2.6.33.2. Puppy verwendet unter anderem den schlanken Fenstermanager Openbox, das Textverarbeitungsprogramm Abiword, den Texteditor Geany und das Tabellenkalkulationsprogramm GNUmeric. Das Betriebssystem ist mit 128 MB RAM und knapp 300 MHz nutzbar, für einen produktiven Gebrauch sind aber mindestens 256 MB RAM zu empfehlen. Für eine Installation auf der Festplatte sind bereits weniger als 6 GB ausreichend.

Siehe auch

Weblinks