Anders Leben/Wohnen/Kommunen/Erfahrungsberichte

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Der Sinn

  • Zum einen finden wir hier Erfahrungsberichte und Erzählungen aus alternativen Projekten die mit dem Thema "Anders Leben" zu tun haben
  • Zum anderen hoffe ich, dass es bald auch Input bezüglich geldlosem Reisen gibt. Wir werden sehen.
  • Wichtig: Bitte hinterlasst einen Kontakt, wenn ihr was eintragt!
  • Planung gemeinsamer Kommunenbesuche


Erfahrungsberichte aus Projekten für ein Anderes Leben

Hier könnt ihr eure Erfahrungen in Ökodörfern, Kommunen, Gemeinschaften und anderen alternativen Lebensentwürfen hineinstellen. Schön wäre natürlich viel Kritik und Sachen die ihr anders machen würdet. Das ganze ist naturgemäß sehr subjektiv. Das soll es aber auch sein, um eine Ergänzung zu den jeweiligen Selbstdarstellungen der Projekte zu bieten. Wer möchte, kann ja die jeweiligen Projekte kontaktieren und bitten auf eventuelle Fragen oder Kritik in seinen Erfahrungsberichten einzugehen. Das ist aus meiner Sicht nur fair, damit das Projekt nicht unwissentlich "tot geredet" wird, ohne dass es die Möglichkeit hat, sich zu verteidigen. Diese Plattform soll all jenen dienen, die ein Projekt suchen, das sie besuchen wollen und nicht allein auf die projekt-eigenen Informationsquellen zurückgreifen möchten. Nun denn hoffe ich auf rege Beteiligung und ein schnell wachsendes Forum, damit mehr Menschen "die Veränderung werden können, die sie in der Welt sehen wollen".


noch einzuordnen

  • * CLUB99(bebildeter Gästebericht - leider keine eigene Homepage) - radikalökologische Gemeinschaft im Ökodorf Sieben Linden club99 ät oekoforf7linden.de



3 Wochen in den Nachbardörfern "Matavenero und Poibueno" in Nordwest-Spanien bei Leon


Tag 1 - Tag 3

Von Ostwestfalen aus ging es mit dem Zug über Paris und Irun/Pamplona nach Bembibre, der nächst liegenden Stadt mit Bahnhof. Durch den größten Zufall fand ich glüchlicherweise jemanden im Zug nach Bembibre der auch nach Matavenero zurückkehrte und vom Bahnhof abgeholt wurde. Seinen Worten zufolge, ein "kleines Paradies". Anders wäre ich an dem Tag wohl auch nicht ins Ökodorf gekommen. Matavenero liegt abgelegen und isoliert in den wunderschönen Bergen Nordspaniens (1000m). Angekommen auf einer höher gelegenen Ebene auf der das "Ecoloco"-Festival vorbereitet wurde, hörte man gleich viele deutsche Stimmen. Die ersten Tage war ich recht orientierungslos. Man kann nicht erwarten direkt eingebunden zu werden und das Mensch auf einen zukommt und einem das Dorf zeigt. Koventionelles Bier und konventionelle Farben waren bei der Festivalvorbereitung auch mit von der Partie. Unten im Dorf fällt einem als "Städter", die Einfachheit des Lebens hier ins Auge. Sehr individuelle einfach Holzkonstruktionen oder Restauration von diesem vorher verlassen Dorf. Oft Energieautarkie durch Solarzellen und Batterien. Geheizt wird hauptsächlich mit Holz. Gemeinschaft kann ich nicht wirklich erkennen. Eher viele Individualisten auf einem Fleck. Folglich gibt es nicht sonderlich viel gemeinschaftliche Arbeit oder andere Aktivitäten.

To be continued...


4 Tage in Fraysinnous (Zentralmassiv Frankreich)

  • Ich war 4 Tage im Dezember dort. Die meisten Bewohner sprechen leider nur Französisch, was mir eine Integration schon erschwerte. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut: z.B. gibts ein eigenes Musikzimmer-Haus. Der Aufenthalt erfolgt auf Spendenbasis, was aber nicht wirklich kontrolliert wird, da mit offener Kasse gearbeitet wird. Ca. 20 Leute wohnen da, von 3 bis 70 Jahren. Die Leute sind eher links angehaucht, ob politisch was läuft, ist schwer zu beurteilen. Das Klima aber ist sehr angenehm, wenn man möchte kann man sich bei allen Arbeiten beteiligen, sich aber auch zurückziehen. Die Landschaft ist wunderschön. Der Aufenthalt für einen Monat wird mit 130 Euro pro Monat beziffert, was extrem wenig ist, wie ich finde.

PS: vielleicht später mehr... Eintragender: binja (at) tsolife.org

3 Wochen in der Arche-Gemeinschaft "La Borie Noble" im Zentralmassiv im Süden Frankreichs


Tag X - Tag X


2 Besuche im "Ökodorf Sieben Linden"

Poppau bei Salzwedel in Sachsen-Anhalt Gemeinschaft aus vielen einzelnen Gemeinschaften. Sehr nette Ideen, aber ebenfalls abhängig vom Geld. Das Ökodorf bietet Platz und Möglichkeiten seine Vorstellung vom anders Leben zu verwirklichen. Kernelement ist die Baugenossenschaft, in der jeder Bewohner eintreten muss, allerdings damit die Möglichkeit hat sein Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen. Das Konzept ist einfach, es soll ein ökologisches Dorf entstehen, das allerdings viele verschiedene Ideen beinhaltet. So gestalten sich einzelne Gruppen =Nachbarschaften, die ihre individuelle Lebensidee verwirklichen können.(Beispiele: Club99=vegan, ohne Strom, ohne Müllproduktion, Lebensstandard auf ein Minimum reduziert; 8:15=einzelne Familie, die ökologisch bauen wollten; Brunnenwiese=leicht esoterisch angehaucht; usw.) Infrastruktur ist gut ausgebaut, so gibt es bereits Gärtner, Kindergarten, Alternative Schule, Handwerker, sonstiges Gewerbe, eigene Wasserversorgung. Angestrebt ist die Autarkie, dazu müssten sich allerdings noch mehr Leute tatkräftig ansiedeln. Bisher leben ca. 80 Leute ständig dort und mit Besuchern wären es um die 120. Generationsübergreifend versteht sich. Probleme, wie ich finde ist der extrem hohe finanzielle Aufwand: mehere Zehntausend Euro Genossenschaftsbeitritt und Tagesgeld von ca. 8Euro pro Person. Und das mit der Autarkie auf anderen Ebenen ist auch nur auf dem Papier gegeben. Allerdings freue ich mich immer wieder gern dort hinzugehen, viele verschiedene Leute und Ideen, ... Besucher sind eingeladen, es werden jedes Jahr Bauwochen oder Ähnliches angeboten = "Arbeiten" gegen Kost und Logi. Einfach mal auf der Internetseite ansehen.

MFG Tommi

Besuch im "Ökodorf Sieben Linden" im Rahmen von "wir können auch anders. visionen und modelle für eine zukünftige gesellschaft" in Hannover, 2005

Die eintägige Exkursion nach Poppau hat mir die Augen geöffnet für die vielen alternativen Lebensansätze die es überall gibt. Besonders der Club99 hat mich vollkomment überzeugt. Konsequent in Wort und Tat. Ich habe grossen Respekt vor den Bewohnern des wundeschönen Stroh-Lehmhauses. Was ich gerne wissen würde ist in wie weit die Bewohner noch Zeit haben für Direkte Aktionen und anderen politischen Aktivismus oder ob man mit der Selbstversorgung schon mehr als genug beschäftigt ist...