Umsonstnetzwerk/Gratisessen-Netzwerk
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[Bearbeiten] Worum geht's?
Jeden Tag fallen in Berlin Unmengen von noch verwendbarem Essen an, ob bei Bäckereien, Bio-Händlern oder Groß-Händlern. Das Ziel dieses Teil des Netzwerks ist es, eine funktionierende Organisationsstruktur für die dauerhafte Beschaffung von kostenlosen Lebensmitteln aufzubauen, um bspw. in Berlin alternative Projekte, Einrichtungen und Initiativen mit biologischem Essen zu versorgen.
[Bearbeiten] Was wird gerade versucht, aufzubauen?
[Bearbeiten] PKW-Tour zu Großhaendlern
- Es gibt mehrere Großmärkte in Berlin, die man mit einem PKW anfahren die Reste abtransportieren und verteilen koennte.
- Dafür brauchen wir aber gerade noch einen PKW und genügend Menschen, die sich daran beteiligen wollen.
[Bearbeiten] Berliner Tafel
- in Kreuzberg gibt es ein Projekt, das momentan das Essen für seine Vokü selbst kauft. Möglich wäre, dass diese Vokü von der Berliner Tafel beliefert wird und die Reste von am Netzwerk Beteiligten verwendet werden
- dafür müsste man es aber dauerhaft hinbekommen, dass die Sachen abgeholt werden und die Berliner Tafel bei der Anlieferung jemanden antrifft
[Bearbeiten] Netz von beliefernden (Gemüse, und/oder Bio-)Händlern
- Wir haben Adressverzeichnisse von Bioläden, Reformhäusern, Märkten, Bauernhöfe, Gärtnereien..... recherchiert.
- diese koennten angerufen werden oder man geht vorbei und fragt danach, ob es möglich ist (dauerhaft) Lebensmittel, die nicht mehr verkäuflich sind, abzuholen
[Bearbeiten] Warum ?
Nicht alle Menschen haben ihr täglich Brot – und dennoch gibt es Lebensmittel im Überfluß. Auf der einen Seite gibt es Lebensmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, aber qualitativ noch einwandfrei sind. Auf der anderen Seite gibt es Bedürftige, die diese Lebensmittelhilfe gebrauchen können. Diese Initiative kann die Brücke zwischen Überfluß und Bedürftigen werden.
[Bearbeiten] Welche Lebensmittel werden organisiert?
Verteilt werden Lebensmittel, die im Wirtschaftsprozeß nicht mehr verwendet werden können, aber qualitativ noch einwandfrei sind. Z.B. Brötchen, Brot und Kuchen vom Vortag, Milch und Milchprodukte kurz vor dem Verfallsdatum, Obst mit kleinen Schönheitsfehlern, Fehlabfüllungen usw.
[Bearbeiten] weitere Möglichkeiten
Reste von Läden, Märkten und Großhandel schnorren, Quelle
Die offene Alternative zum Containern, bei dem in Läden direkt nach Resten oder Produkten mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum ("MHD-Ware") gefragt wird. Trotz guter Erfahrungen gehört dazu natürlich Mut zum Schnorren, das in dieser Gesellschaft verpönt ist und vielen das unangenehme Gefühl vermittelt, als BittstellerIn zu agieren. Die Überwindung lohnt sich - in einigen Städten versorgen sich z.B. mehrere WGs fast nur über Reste von Markt und Bäckereien.
Für das Schnorren besonders geeignet sind kleinere Läden, Märkte und Großhandel. Bei Wochenmärkten bietet sich an, kurz vor deren Ende vorbei zu schauen. Auch bei Bäckereien oder der örtlichen Pizzeria stehen die Chancen nicht schlecht. Bio-Läden geben öfter MHD-Ware heraus (z.B. Hülsenfrüchte). Als Einstieg ist denkbar, für ein soziales Projekt (z.B. Gratis-Volxküche, Food Not Bombs) oder ein Seminar anzufragen. Beim Naturkost- oder konventionellem Großhandel gibt es am Wochenende oft Massen eines bestimmten Gemüses oder Produkts. Da dessen Ware an den Zwischenhandel weiter verkauft wird, sind Produkte auch kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatum unverkäuflich.
Immer wieder lassen sich Bio-Läden, Märkte oder Großhandel für dauerhaften Lösungen gewinnen, manchmal sind Spendenquittungen (können z.B. Vereine ausstellen) ein zusätzlicher Anreiz. Wo bereits ein gutes Verhältnis besteht, sind auch gezielte Spenden-Anfragen möglich. In manchen Städten gibt es die Tafel, welche Reste von Läden bekommt und diese an Bedürftige weiter gibt.
Auf diese Weise lässt sich ein Netz sicherer Quellen aufbauen - viele Gruppen und Leute sich zusammen tun, die dann abwechselnd die Orte besuchen oder abfahren. Wichtig ist auch hier, die Verteilung und Weiterverarbeitung zu Brotaufstrichen usw. zu organisieren, da Gemüse sonst z.B. schnell vergammelt.
Tipp: Um Insiderwissen vorzubeugen ist es schlau, Listen mit guten Orten zum Containern oder Schnorren und Erfahrungen (Was gibt es dort? Welche Mengen?) zu erstellen, die informell weiter gegeben werden. Veröffentlichung im Netz sind weniger sinnvoll, da die Quellen damit versiegen dürften, Container abgesichert werden usw.


