Selbstbestimmtes Lernen
Lernen ist ein kreativer Prozess. Ich entdecke eine interessante Frage und begebe mich auf die Suche nach der Antwort. Ich suche Unterlagen, tausche mich mit anderen Menschen aus und forsche. Irgendwann gerate ich an einen Punkt an dem ich mit diesem selbstbestimmt angeeigneten Lernstand zufrieden bin, oder das Thema laesst mich nicht mehr los.
Dann gibt es das, was normalerweise als Schule bezeichnet wird. Junge Menschen muessen hierzulande zwangsweise dort anwesend sein. Ein paar aeltere Menschen sagen ihnen dann was sie lernen sollen oder stellt ihr Wissen (bei einigen "freien" Schulen) den "Schuelern" zur Verfuegung. Von selbstbestimmten Lernen kann keine Rede sein.. Eingequetscht zwischen Altershierarchien und Zwangsaufenthalt wird ein fremdbestimmter Lehrplan eingetrichtert. Feste Unterrichtszeiten, fruehes Aufstehen und Benotung disziplinieren und normieren die jungen Menschen. Das Ziel ist die Schaffung von Humankapital welches den groesstmoeglichen wirtschaftlichen Nutzen bringt. Heraus kommt dann ein Mensch, der mit dem Ende seiner Unmuendigkeit zu einem unmuendigen Buerger wird. Diese Erziehungsanstalten in Frage zu stellen hiesse diesem Staat sein wichtigstes Standbein zu entziehen.
Was fehlt sind freie Lebens- und Lernorte an denen
jede/R alltaeglich den Lerninteressen nachgehen kann.
Unabhaengig vom Alter und der wirtschaftlichen Verwertbarkeit.
Voneinander und miteinander Lernen und Leben. Gemeinsam
interessanten Fragestellungen nachgehen. Vorhandenes Wissen
und Fertigkeiten genauso wie Fragen
kundtun. Ein lebenswertes Miteinander ist ein
gleichberechtigtes kreatives. Freie Lernprozesse, die nicht
zweckgerichtet sind koennten die Basis dessen darstellen. Die
Erziehungsanstalten, die sich da Schule nennen sind eher
hinderlich. Erst recht, wenn der Besuch derselbigen eine
Zwangsveranstaltung darstellt. Darum sollten sinnigerweise
selbige abgebaut und Freiraeume aufgebaut werden. Wir
brauchen keine Leerplaene, wissen selber was gut fuer uns ist
und was wir von wem wie lernen wollen. Kreative direkte
Aktionen an Schulen und sonstigen Erziehungsorten machen
Spass, helfen aus der Zwangsschuelerrolle zu entkommen und
koennen der erste Schritt in Richtung Eigenstaendigkeit sein.
Egal, ob Zeugnisse verbrannt werden, schulfrei ausgerufen
wird, die Schule zum Knast umgeformt
oder anderweitig verschoenert wird (Siehe auch:
www.de.anarchopedia.org/index.php/Projekte:Schulaktionen).
Hauptsache es entstehen Debatten ueber Schule, Alternativen
und Selbstorganisation im Alltag.
Tanzen wir ihnen auf der Nase rum bis sie aufgeben
oder mittanzen auf dem Ball der unbegrenzten Moeglichkeiten
des freien Lernens.
Nur die Freiraeume muessen wir schon selber schaffen. Da hilft uns kein Staat und keine Erziehungsanstalt. Brauchen die auch nicht. Wir lernen voneinander und bauen miteinander das auf, was wir wollen. Egal, ob es sich dabei um das Erlernen von Kulturtechniken, um handwerkliche Techniken, Theorie jeder Art oder was auch immer handelt.
Die TS ist einer der Orte, an dem diese Träume umgesetzt werden können.