Diskussion:Ergebnisprotokoll

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wow, auf der Seite bekommt man ja fast den Eintrag, es waere aussichtslos was zu tun, weil eh alles schlecht ist. sorry, da fing ich lieber an, direkt an coolen projekten zu arbeiten. lets rock it!


Umgekehrt

Die Frage ist nicht: Wie ändern wir unseren Alltag? Lasst uns zuerst uns selbst akzeptieren: unsere Bedürfnisse und unsere Fähigkeiten. Lasst uns darauf bestehen, wenn der Alltag des Kapitalismus auf uns zukommt. Wir geben unsere Identität nicht auf, wenn wir in den kapitalistischen Alltag gehen. Am Anfang sind wir, nicht der Alltag. Wir, das heißt: · Wir leben nach unseren sinnlichen Bedürfnissen. · Wir gehen schlafen, wenn sie erfüllt sind. · Wir stehen auf, um einigen Mitmenschen nützlich zu sein. · Wir strengen uns an, um unsere Kräfte zu messen. · Wir sind ehrlich zu uns selbst. · Wir organisieren uns selbst. · Wir führen viele kollektive Kämpfe: für Menschenwürde, Gleichberechtigung, Bedingungsloses Grundeinkommen. · Wir haben unendlich viel Zeit für uns und uns Nahestehende.

Und sollte das nicht unmittelbar möglich sein, dann tun wir so, als würden wir den kapitalistischen Erfordernissen entsprechen, z.B.: - Wir stellen nicht den Wecker, sind aber pünktlich bei der Zwangsarbeit zur Stellle (unrasiert und ohne Frühstück; das lässt sich während der Zwangsarbeit nachholen). - Wir leben von Hartz IV (und von unseren FreundInnen, von Arbeit, die uns Spaß macht, vom Umsonstladen). - Wir gehen einer Zwangsarbeit nach (und geben uns dort Pausen zum Nachdenken, Schreiben, Drucken) und halten sie so gering, dass wir daneben noch Zeit haben zum Schwimmen, Dösen, Politikmachen. - Wir kaufen bei Lidl ein, was wir nicht ökologisch und rationell aus eigener Produktion und Kooperation erhalten können. - Wir legen ab und zu die Beine auf den Tisch und empfehlen das auch anderen. - Wir wollen nicht von allen ernst genommen werden, aber von denen, die uns nahe stehen. - Wir wollen nicht Ideen vermitteln, sondern leben. Wenn dabei andere auf andere Ideen kommen, soll uns das recht sein. - Wir stehen nicht mit dem Rücken an der Wand, weil wir auf uns selbst und uns Nahestehende vertrauen. - Wir haben schauspielerische Fähigkeiten: Wir leben in unserer Welt und tun so, als lebten wir in einer kapitalistischen Welt. - Lasst uns erst mal unsere nähere Umgebung befrieden und dann die ganze Welt. - Wir lassen Schmarotzer, Raffkes und andere unsympathische Menschen nicht an uns heran.

Zum Schluss noch einige allgemeine Bemerkungen:

Wir sind keine Missionare. Und für die Polarisierung der Gesellschaft sind wir auch nicht verantwortlich.

Wir können uns selbst organisieren; man hat es uns nur ausgetrieben. Back to the roots! Wer seinen Haushalt nicht organisieren kann, soll auch eine Revolution nicht organisieren dürfen!

Was das Leben lebenswert macht, kann man sich nicht kaufen. Also müssen wir nicht im Lotto gewinnen oder eine Bank überfallen. Im Gegenteil: Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass das internationale Finanzsystem zusammenbricht.

Wenn wir wenig zum Leben brauchen und viele uns nahe stehen, brauchen wir keine Existenzangst haben.

Karl-Heinz


K.Thier(at)gmx.com