Anders Leben/Anders wirtschaften/Umsonstökonomien/Wo bekomme ich was
Aus Selbstorga-Wiki
Diese Internetseite ist eine Info-Sammlung für Möglichkeiten eines (nicht-geldbezogenen) anderen Lebens. Sie kann dauerhaft nur bestehen, wenn Menschen Dinge, die ihnen bekannt sind, hier eintragen, aktualisieren bzw. auskommentieren. Danke. :)
[Bearbeiten] Wo kriege ich Dinge umsonst?
[Bearbeiten] Erläuterung zur Seite
- hier werden konkrete Informationen darüber gesammelt, wo was abfällt und wie mensch rankommt
- URL dieser Seite: http://www.dinge-umsonst-besorgen.de.vu
- Anregungen, Wünsche o.ä., die nicht hierher paszen: Diskussion
[Bearbeiten] Konkrete Tipps:
[Bearbeiten] Transparentstoff
In Krankenhäusern und Hotels gibt es alte Bettlaken (bei letzteren richtig gute!). Meist sehr einfach zu bekommen und überall vorrätig. Sonst Kiste aufstellen mit „Hier gebrauchte, aber noch heile Bettlaken rein für ... (wird abgeholt!)“.
[Bearbeiten] Ausstellungswände
Druckereien und ComputerhändlerInnen bekommen ihr Papier meist auf geschlossenen Paletten, diese sehen schon einigermaßen edel aus. Einwegpaletten für andere Fälle tauchen bei den meisten Firmen auf, die größere Mengen ein- und verkaufen. Große Papierbögen für die Diskussionsmitschrift an der Wand, Plakate? In (Zeitungs-)Druckereien gibt es oft Papierrestrollen gratis. Und viele Offsetdruckereien haben Plakatreste von Andrucken (Testdruck), Fehldrucke u.ä. herumliegen.
[Bearbeiten] Andere
Reste von ungebrauchten Elektrokabeln und –kleinmaterial (Steckdosen, Schalter, Lampen usw.), Lederreste, kleinere Mengen Farbe, Sanitärausstattungen und vieles mehr:
Bei den entsprechenden Handwerksbetrieben nachfragen. Vielleicht wundern die sich, weil noch niemand vorher kam und bat, z.B. herausgerissene Elektrokabel oder die Reste der Kabelrolle bei Neuverlegungen aufzuheben. Aber das ist kein Grund, es nicht jetzt zu tun. Hilfreich ist, einen Karton bei HandwerkerInnen und kleinen Läden zu hinterlassen, wo Reste hineingelegt werden. Am besten gut kennzeichnen, für wen der Karton ist, was hinein soll usw. In seltenen Fällen auch bei Zwischen- und Großhändlern zu bekommen, dort vor allem leicht beschädigte Ware.
Unbrauchbar gewordene Neumaterialien: Die Profitmaximierungslogik treibt irre Blüten. Teilweise hochwertvolle Materialien werden weggeschmissen, weil es teurer ist, sie zu lagern bzw. immer zu kontrollieren, was wo noch verwendet werden könnte. Für jede Baustelle wird neu bestellt und „just-in-time“ geliefert und eingebaut.
[Bearbeiten] Fenster und Türen
- bei denen sich Schreinereien vermessen haben, stehen ungenutzt und vergessen in Schuppen, Hallen oder angelehnt an der Außenwand – bis der Container alles schluckt oder eben eine pfiffige Gruppe „schnorrt“.
[Bearbeiten] Bestellte, aber nicht abgeholte Maßanfertigungen
- von Möbeln bis Klamotten oder Türen sind von entsprechenden Firmen (Herstellerfirmen, also Schreinereien, Schneidereien, auch größere Möbelhäuser oder Fertigungsstätten, die auch Maßarbeit anbieten) ohne jegliche Gegenleistung als Spende zu organisieren. Und wenn die Firma sogar eine Spendenquittungen erhalten kann, hat sie davon auch noch etwas.
[Bearbeiten] Gebrauchte Baumaterialien
- wie Heizkörper, Sanitärausstattungen (Dusche, WC, Waschbecken, Armaturen usw.), Holz, Fenster, Türen, Regenrohre, Abflußrohre, Schlösser, Elektromaterialien, Heizungsrohre, Dachziegel, Mauersteine usw.:
Sie fallen auf den Baustellen direkt an. Es gibt (kapitalistische Profitlogik!) kaum eine Hoffnung, daß die noch funktionsfähigen Materialien zurück zu den Firmen gebracht und dort gelagert werden. Billiger ist der Container direkt an der Baustelle, wo alles direkt hineingeworfen wird. Die Zeitspanne zwischen noch eingebautem Gegenstand, dem Ausbau und dem Landen im Container (meist verbunden mit der Zerstörung spätestens beim Aufschlag, oft schon beim Ausbau) ist in Sekunden zu rechnen. Um dennoch an das Material zu kommen, gibt es zwei Wege. Zum einen die Absprache, welche Materialien benötigt werden und daß diese beiseitegestellt (nicht in den Container) und dann abgeholt werden. Regelmäßiges Vorbeischauen ist dann wichtig, denn viel Geduld ist auf solchen unter Profitzwang stehenden Baustellen meist nicht vorhanden. Der zweite Weg ist, die Materialien selbst auszubauen – also das Fenster oder Waschbecken selbst abschrauben, die Mauer selbst einreißen und die Steine wiederverwerten usw. So oder so führt der Weg über die direkte Kontaktaufnahme an der Baustelle: Direkt dort anfragen oder Nummer der Zuständigen notieren und sich am besten dann dort verabreden. Haussanierungen oder -renovierungen sind etwas sehr häufiger. Was dort vernichtet wird, kann anderen Häusern kostenfrei als Material zur Renovierung dienen.
[Bearbeiten] Lebensmittel
Die wohl bekannteste Form des Abgreifens von wertlos gewordenen Waren ist das „Containern“. Gemeint ist damit das Durchsuchen von Abfallcontainern am Lebensmittelmarkt auf noch brauchbare Lebensmittel. Wertlos ist eine Ex-Ware z.B. dann, wenn das aufgedruckte Verfallsdatum überschritten ist oder direkt bevorsteht. In vielen Fällen ist die ehemalige Ware dann aber noch voll nutzbar – zumal meist die aufwendige Verpackung die Lebensmittel im Container vor dem Kontakt mit den dort auch hineingeworfenen, tatsächlich vergammelten Lebensmitteln schützt. Einige soziale Projekte (z.B. billige Mittagstische für Obdachlose usw.) haben dauerhafte Absprachen mit LebensmittelhändlerInnen, das diese Reste nicht weggeworfen, sondern alles Nutzbare direkt an Kochgruppen abgegeben wird. Beide Strategien sind auch für Einzelpersonen, Wohnprojekte, politische Gruppen, Kochgruppen (z.B. Food-not-Bombs- oder Vokü-Gruppen agieren oft so) umsetzbar – zum einen das (heimliche) Containern, d.h. in der Regel nachts oder am Wochenende die Container an Lebensmittelmärkten durchwühlen, wenn sie offen zugänglich und unabgeschlossen sind. Intelligenter ist, Absprachen zu treffen, also z.B. einen Behälter mit Aufschrift neben den Container zu stellen und regelmäßig nach Geschäftsschluß abzuholen.
- siehe auch Anders_Leben/Essen/Märkte
- Lebensmittel Schnorren, z.B. für ein Jugendumweltseminar
[Bearbeiten] Metallplatten, dünne
Druckereien geben dünne Metallplatten ("Offsetplatten") mit 150x150cm oft kostenlos ab. Einfach telefonisch nachfragen und abholen.
[Bearbeiten] Stellwände
Messeveranstalter oder –ausstatter werfen einmal genutzte Stellwände oft noch am Ort weg, weil Abbau, Transport und Lagerung viel zu teuer und aufwendig sind. Rechtzeitiges Vorsprechen ist nötig, um selbst beim Abbau dabeizusein und sich so das Erwünschte auszuwählen und zerstörungsfrei herauszunehmen.
[Bearbeiten] Kochausstattungen, Betten, Matratzen
Hotels, Gaststätten, Jugendherbergen usw. verändern immer wieder ihre Ausstattung, modernisieren oder zentralisieren ihren Betrieb. Immer fallen Geräte bis Komplettausstattungen an, die (wenn selbst ausgebaut/abgeholt) auch heil bleiben.
[Bearbeiten] Projektoren
Medienverleihe (öffentliche oder auch kommerzielle) müssen immer wieder auf modernsten Standard umstellen. Altgeräte werden dann eventuell an gemeinnützige Gruppen abgegeben.
[Bearbeiten] Versicherungen
Auch eine Haftpflicht- oder andere Versicherung kann der Gruppe gespendet werden. Wirkungsvolle Hilfsmittel sind hier auch Gegenleistungen wie Spendenquittungen (siehe unten) oder Freianzeigen in einer eigenen Zeitung (falls diese existiert). Da bei Versicherungen erhebliche Gewinnspannen für die MaklerInnen existieren, sind Spendenquittungen für sie attraktiv.
[Bearbeiten] weitergehende Kontakte durch „Schnorren“
Manchmal führt das „Schnorren“ wertlos gewordener Waren (Reste und Abfälle) auch zu weitergehenden Möglichkeiten, denn solche relativ harmlosen Anfragen (kosten die SpenderInnen schließlich nichts) können Kontakte aufbauen, auf deren Grundlage mit den AnsprechpartnerInnen auch in weiteren Fällen was zu machen ist, z.B. bei weiterem Materialbedarf, Ausleihen, Hilfe bis Beratung oder auch dem Nutzen von Firmenhallen und –gelände (zum Unterstellen von Material, Fahrzeugen usw.) oder der Werkstätten, um selbst an den Geräten zu agieren (Heften und Schneiden von Zeitungen/Broschüren in Druckereien, Holzbearbeitung in Schreinereien, Schweißen in Schlossereien usw.).
[Bearbeiten] Akkus und Batterien
Möchte man sich eine eigene Solar- oder Windkraftanlage bauen, so braucht man Akkus mit großer Kapazität. Nachfragen beim Hebebühnenverleih (manchmal auch Arbeitsbühnenverleih genannt), die solche Akkus (ca. 180 Ah!!) in ihren Hebebühnen verwenden. Die Akkus werden dort normalerweise über Nacht aufgeladen und müssen ihren Dienst 8 Stunden lang tun. Tun sie diesen nur noch 7 Stunden, dann sind sie für den Verleih wertlos geworden, aber noch wunderbar für alternative Energieprojekte zu verwenden.
Teils noch sehr gut benutzbare Akkus kleineren Formats (1,2 oder 9 Volt) lassen sich in den Rückgabebehältern in Supermärkten oder ähnlichem finden. Selbst ein erschreckend großer Teil der Einwegbatterien dort sind noch voll geladen, gelegendlich scheinen Akkus oder Batterien noch neu zu sein. Einfach mal hineinschauen oder kompletten Behälter mitnehmen (am besten umfüllen, vermeidet Stress mit Ladenpersonal), prüfen und den Rest wieder zurückbringen.
[Bearbeiten] Bettlaken
- Krankenhäuser, Altersheim, Jugendherbergen
[Bearbeiten] Toner
- bei Herstellern anfragen


